Das prestigeträchtigste Langstreckenrennen der Welt präsentiert sich 2026 mit einem voll besetzten Starterfeld von 62 Fahrzeugen, doch in der Spitzenklasse Hypercar zeichnet sich eine Verkleinerung ab. Mit nur noch 18 Startern in der Königsklasse geht die Anzahl der Gesamtsieger-Kandidaten im Vergleich zum Vorjahr um drei Fahrzeuge zurück – ein deutliches Zeichen für die aktuellen Umbrüche im Weltmeisterschafts-Umfeld.
Hauptverantwortlich für diese Entwicklung ist Porsches Rückzug aus der obersten Klasse der Langstreckenweltmeisterschaft. Der deutsche Hersteller hatte maßgeblich zum Wachstum des Hypercar-Feldes beigetragen und hinterlässt nun eine spürbare Lücke. Aus der nordamerikanischen IMSA GTP-Serie stößt lediglich ein zusätzliches Fahrzeug zur regulären WEC-Besetzung hinzu: Wayne Taylor Racing wird einen dritten Cadillac V-Series.R ins Rennen schicken, nachdem der amerikanische Hersteller bereits angekündigt hatte, die Präsenz in Le Mans zu verstärken.
Die LMP2-Kategorie präsentiert sich mit 19 Startern robust aufgestellt, wobei die Mehrheit der Teilnehmer aus der European Le Mans Series stammt. Zehn der eingeschriebenen Fahrzeuge werden in der Pro/Am-Wertung antreten. Etablierte Teams wie United Autosports, Inter Europol, Proton Competition und Algarve Pro Racing werden jeweils mit zwei Fahrzeugen vertreten sein, während verschiedene Einzelstarter das Feld komplettieren.
In der LMGT3-Klasse, die die traditionellen GT-Fahrzeuge ablöst, werden 25 Teams um Klassenehren kämpfen. Die Verteilung über die drei Kategorien – 18 Hypercar, 19 LMP2 und 25 LMGT3 – sorgt für ein ausgewogenes Starterfeld bei der 94. Auflage des Klassikers an der Sarthe. Trotz der reduzierten Hypercar-Anzahl verspricht das Rennen im Juni erneut packende Zweikämpfe um den Gesamtsieg zwischen den verbliebenen Herstellern und Privatteams.