Mit einem spektakulären Jubiläum startete Toyota in die WEC-Saison 2026: Beim Saisonauftakt in Imola feierte der japanische Hersteller nicht nur seinen 100. Start in der FIA World Endurance Championship, sondern gleichzeitig auch den 50. Sieg in der Langstrecken-WM. Vor der Rekordkulisse von 92.175 Zuschauern lieferte sich Toyota ein packendes Duell mit den heimstarken Ferrari-Teams.
Das Rennen begann vielversprechend für Ferrari, als James Calado im #51 499P früh die Führung übernahm und Teamkollege Miguel Molina im #50 Schwesterfahrzeug folgte. Doch Toyota schlug strategisch zurück: Während der ersten Boxenstopp-Phase eroberte sich Brendon Hartley im #8 Toyota die zweite Position zurück, bevor Ryō Hirakawa nach einem gewagten Strategiezug ohne Reifenwechsel die Führung übernahm.
Die Entscheidung fiel durch perfekte Teamarbeit: Während sich das #7 Toyota-Team um Kamui Kobayashi geschickt in Stellung brachte und den zweiten Platz eroberte, konnte Sébastien Buemi im führenden #8 Toyota einen entscheidenden Vorsprung herausfahren. Trotz einer späten Aufholjagd von Ferrari blieb Toyota mit über 13 Sekunden Vorsprung siegreich.
Besonders erfreulich für Toyota war die fehlerfreie Leistung des komplett überarbeiteten TR010 Hybrid, der damit seinen ersten Sieg in der neuen Spezifikation einfuhr. Die Podiumsplätze komplettierten das Ferrari-Trio Giovinazzi/Calado/Pier Guidi auf Rang zwei sowie das zweite Toyota-Team Conway/Kobayashi/de Vries auf dem dritten Platz.
In der LMGT3-Klasse sorgte Team WRT mit BMW für einen weiteren deutschen Erfolg in Imola. Nach dem Ausfall des führenden McLaren 720S GT3 sicherte sich das belgische Team den Klassensieg vor TF Sport. Das nächste Rennwochenende findet bereits Anfang Mai in Spa-Francorchamps statt.