Die Scuderia Ferrari hat beim zweiten Vorsaisontest in Bahrain mit einer spektakulären technischen Innovation für Furore gesorgt. Das italienische Team präsentierte einen revolutionären Heckflügel, dessen obere Klappe sich um 180 Grad drehen kann und dabei buchstäblich auf den Kopf stellt. Die Neuentwicklung nutzt das Active-Aero-System der neuen Formel-1-Regeln von 2026 auf völlig neue Weise und könnte Ferrari einen entscheidenden aerodynamischen Vorteil verschaffen.

Das System funktioniert über eine Drehachse an der Vorderkante des Flügels. Wenn das Active Aero aktiviert wird, rotiert die Flügelklappe komplett und nimmt eine umgekehrte Position ein. Dadurch soll der Luftwiderstand drastisch reduziert werden, was auf den Geraden einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil bedeuten könnte. Die Entwicklung arbeitet zudem in Verbindung mit experimentellen Änderungen am Diffusor des SF-26.

Lewis Hamilton testete das innovative System während der Morgensession des zweiten Testtags, allerdings nur für fünf Runden. Ein technisches Problem zwang das Team, den Wagen vorzeitig in die Garage zu holen. Erst am Ende der Session kehrte Hamilton für eine Startübung auf die Strecke zurück. Trotz der begrenzten Laufzeit sorgte das revolutionäre Heckflügel-Design für erhebliches Aufsehen im Fahrerlager und gilt als völlig legal unter den aktuellen Regularien.

Während Ferrari mit seinem spektakulären Trick experimentierte, dominierte Mercedes die Zeitenlisten. Kimi Antonelli stellte mit 1:32.803 Minuten die neue Bestzeit der gesamten Testphase auf und unterbot damit alle bisherigen Marken um über sechs Zehntel. Oscar Piastri folgte nur knapp dahinter, während Max Verstappen nach seinem Test-Debüt den dritten Platz belegte. Die geringe Anzahl an Runden hinderte Hamilton daran, das wahre Potenzial von Ferraris Innovation zu demonstrieren – doch die Grundidee könnte sich als wegweisend für die neue Ära der Formel 1 erweisen.